Gartenvögel-Fütterung jetzt mit Fotos

Nach dem letzten Erlebnis mit der Bundspechtfamilie im Garten habe ich jetzt doch mal meine Kamera mit in den Garten geschleppt. Leider sind die Spechte wohl Kamerascheu. Nur ein Exemplar hat sich kurz blicken lassen, und das noch an der dunkelsten Stelle an einem eh schon sehr dunklen Abend. Dementsprechend ist die Qualität einiger Fotos, aber ich wollte sie trotzdem hier mal zeigen :-)

Die etwas blasser gezeichneten jungen Kohlmeisen kommen inzwischen sehr gut selbst an den Futterstellen zurecht. Die Spatzen haben mittlerweile gelernt, das es nicht nur am Boden Futter gibt. Das Blaumeisen-Paar füttert immer noch fleißig die Brut im Nistkasten, teilweise auch mit ein wenig Futter vom Knödel.
Als Neuzugang konnte ich ein Grünfinkpärchen begrüßen. Einen mir unbekannten Vogel Eine Heckenbraunelle konnte ich auch ablichten.

Leider scheint die Futterstelle inzwischen nicht nur die eine oder andere Taube anzulocken, sondern auch ganz andere Gesellen, die auch mal aufs Foto wollten…

Erste Erfahrungen mit der Sommerfütterung

Seit mitte Mai hängen in unserem Garten nicht nur Nistkästen, sondern auch einige Futterstellen für Vögel. Auslöser war das kleine Buch Vögel füttern – aber richtig, das ich in den Urlaub mitgenommen hatte. In dem Buch werden gute Gründe für eine Sommerfütterung genannt. Also hängen jetzt in unserem Garten 2 Spender für Meisenknödel, ein Silo für Körnerfutter und eins mit Erdnüssen.

Über eine Woche lang wurde das Futter nicht im entferntesten angetastet. Dann entdeckte die bei uns nistende Blaumeise den Knödel, und stärkte sich ab und zu zwischen ihren endlosen Flügen auf der Suche nach tierischer Nahrung für die Küken. Aber das war es dann auch. Ich dachte schon, ich würde auf meinem Futter sitzen bleiben.

Falsch gedacht! Seit Ende letzter Woche geht es richtig rund. Zuerst kamen die Kohlmeisen mit ihren Jungen. Die Jungen saßen in den Ästen, während die Eltern zwischen ihnen und den Futterstellen hin und her flogen, um sie zu füttern. Ein reges Treiben unter lautem Gezwitscher war da zu beobachten. So musste ich Sonnabend zum erstem Mal Futter nachfüllen.

Am Sonntag traf mich dann fast der Schlag. Alle 4 Meisenknödel waren weg, und auch das Körnerfutter war aus. Nach nur einem Tag! Kurze Zeit später kam die Erklärung in Form eines Buntspechts angeflogen. Klar, wenn die kurz anfangen zu fressen, ist so ein Knödel schnell weg. Aber gleich 4? Wenn das so weiter geht…

Heute war ich dann wieder im Garten, und natürlich war alles leer. Nachdem ich aufgefüllt hatte, kamen dann insgesamt DREI Buntspechte angeflogen. Einer setzte sich an den Stamm unserer kleinen Kirsche, die anderen beiden an Knödel und Futtersilo. Dann flogen sie zu dem dritten Specht, und fütterten ihn. Also eine junge Kleinfamilie. Sowas hab ich wirklich noch nie gesehen. Ich war begeistert!

Doch die Begeisterung war schnell vorbei, als zwei Tauben landeten, um die am Boden liegenden Körner aufzupicken. Wenn so ein Specht futtert, fällt ja leider viel daneben… Klar, ich lebe in einer Stadt. Da musste das ja so kommen. Einerseits finde ich es ganz gut, wenn irgendwer die heruntergefallenen Kerne aufpickt, und das keine Ratte ist! Aber andererseits…. wenn noch mehr Tauben kommen, werde ich den Futterversuch wohl einstellen müssen. Tauben züchten will ich nämlich nicht!