Mein Hobby wird mir unheimlich

Ja, auch ich laufe manchmal mit einem GPS Empfänger durch die Gegend, und versuche Dosen zu finden. Meist geschieht dies im Urlaub. Ich konnte so schon viele schöne Orte kennenlernen.

So langsam wird mir mein Hobby aber unheimlich. Geocaching ist inzwischen so Trendy und Hype, das es ÜBERALL ist. Jedes noch so kleine Kaff mit Touristen Büro leistet sich eigene GPS Touren. Suche ich bei Google News nach meinem Hobby, tauchen wöchentlich gleich mehrere Artikel zu dem Thema auf. Dann kamen die ersten Geocaching Krimis. Ich habe 2 gelesen, fand sie auch ganz originell, aber jetzt poppen immer neue Geocaching Krimis hoch.

Heute kam dann mein persönlicher Höhepunkt in Form einer email. Mir wurde angeboten auf dieser Seite in einem Artikel zwei Webseiten zu verlinkten, die versuchen, Geocacher zu einem Urlaub in einer bestimmten Region zu überreden. Als Dank bekäme ich – wer hätte das geahnt – eine Tubberdose. Dieses Blog ist weder stark frequentiert noch habe ich besonders viele Geocaching Artikel. Aber der Geocaching- Markt ist offenbar inzwischen so überlaufen, das verzweifelt nach jedem Strohhalm bzw. Blog gegriffen wird.

Aber um das klarzustellen: Die Artikel dieses Bogs sind nicht käuflich!

Ein Handy zum Geocachen…..

Gerade mal ein gutes Jahr ist es her, das ich mir ein neues Smartphone gegönnt habe – das Samsung Galaxy S. Eigentlich ein tolles Handy, aber es hat auch Schattenseiten. Nahezu dunkel sieht es beim GPS aus. Die Werte springen nur so um mehrere 10 Meter hin und her. So machte ich mich bei einem Wherigo im Stadtpark schon sehr zum Affen: Ich lief ständig hin und her, nur um in den Bereich zu kommen, in dem einem dann die Frage gestellt wird. Es war unmöglich.

Der ganze iPhone 5 Wahn der letzten Tage hat mich dann wieder ins  Grübeln über ein anderes Smartphone gebracht. Sogar das Gerät mit dem Apfel lag schon ein paar Tage als Vorbestellung im Warenkorb. Der Preis hat mich dann doch sehr abgeschreckt. Ich bin jetzt wieder bei derselben Firma gelandet, es ist ein Galaxy S3 geworden.

Natürlich musste ich sofort abends nach dem Auspacken das GPS aktivieren, und es gab gleich die erste Überraschung. Ich hatte Empfang, und das mitten im Schlafzimmer! 8 Satelliten! Mein Garmin Dakota 20 sieht erst welche direkt am Fenster.
Nun war klar, das ich am nächstem Tag – einem Sonnabend – raus zum Cachen musste. Ich habe mir einen Wherigo auf dem Ohlsdorfer Friedhof ausgesucht. Ich wurde nicht enttäuscht: Unter den großen alten Kiefern lag die Genauigkeit bei 8 Metern – mehr schafft mein Garmin da auch nicht. So konnte ich zielgerichtet und ohne Probleme die Koordinaten für die einzelnen Fragen anfahren, ohne ein einziges Problem beim GPS Empfang. Zu verdanken ist das wohl dem gleichzeitigen Empfang der amerikanischen GPS Satelliten und der russischen GLONASS Satelliten. Das einzigste Problem stellte jedoch die App WhereYouGo dar – die ist prompt 6 mal bei der Tour abgestürzt. Zum Glück speichert sie offenbar recht zuverlässig den letzten Stand, so dass ich nicht zu vorhergehenden Stationen zurück musste.

Eine weitere Neuheit an diesem Tag waren für mich die Munzees. Zwei davon konnte ich nebenher auch noch loggen.

Auf der Tour habe ich noch ein paar Fotos gemacht, mit denen ich auch sehr zufrieden bin. Im Vergleich zum Galaxy S ist wesentlich mehr Struktur in den Fotos sichtbar und auch das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen hält sich in brauchbarem Rahmen. Klar, es ist kein Nokia PureView, aber für sehr gute Schnappschüsse ist sie durchaus geeignet. Endlich vernünftige Fotos nebenbei!

Heute habe ich noch kurz einen “echten” Geocache gejagt. Als das Handy “0m” anzeigte, war ich gerade mal 2m vom Cache entfernt. Als Genauigkeit wurde mir 4m angegeben und die Kompassnadel der Geocaching-App hat mich geradlinig zum Ziel gebracht. :-)

Ich bin SEHR zufrieden. Auch in Zukunft werde ich sicherlich immer noch hauptsächlich ein “richtiges” GPS zum Cachen benutzen. Das Riesen-Handy GalaxyS3 wirkt schon recht zerbrechlich (es hat ja inzwischen auch Gorilla-Glas, ein Sturz auf die falsche Kante, und das Display wäre hin…), und der Akku hält beim Dauercachen sicher auch nur sehr kurz. Aber für Wherigos und Munzees – und wenn ich das GPS mal nicht dabei habe – habe ich jetzt endlich ein perfektes Smartphone am Start!

Der Akkuverbrauch ist im Übrigen gegenüber dem Galaxy S auch besser geworden. Heute morgen um 6 Uhr stöpselte ich das Handy vom Ladekabel ab. Datenverbindung und GPS waren aktiv, Monitor auf halber Helligkeit. Ich habe ca 10 Mal auf der Arbeit emails gecheckt, kurz getwittert und 2 Mails geschrieben, 2 mal telefoniert, 3 Stunden Musik gehört, 10 Fotos geschossen und abends dann knapp eine Stunde gecacht und Munzees gesucht. Um 20:00 Uhr hatte das Handy einen Entladestand von 45%.

geocaching.com Souvenir Hamburg… hauerha!

Ende dieser Woche erreichte mich eine eMail von geocaching.com – ich hätte ein neues virtuelles Souvenir bekommen. Prima! Ich finde diese virtuellen Souvenirs zwar ziemlich blödsinnig, aber gucken kann man ja ruhig mal, was man da bekommen hat…..

Hilfe! Was ist denn das! Alleine schon die Schrift, in der Hamburg geschrieben ist…… oha. Kann mir ja nicht viel hässlicheres vorstellen… Naja, mit solchen Sachen muss man wohl aus dem Amiland rechnen.

Heute hab ich dann noch die “tollen” Desktopbilder von Signal, dem Groundspeak-Maskottchen, entdeckt. Es gibt auch einen Deutschland – Hintergrund: Ein verschwommenes Auto mit Geschwindigkeitsstreifen braust über die “Bundesautobahn” – toll! Wie unglaublich repräsentativ! Allerdings konnten sie das Sauerkraut wohl nicht auf dem Bild unterbringen… immerhin was! ;-)

Naja, all das ändert nichts an der Tatsache, das ich Geocaching immer noch prima finde! :-)

Was chirpt denn da?

Das Leute, die mit GPS Geräten durch die Gegend laufen und Schätze suchen durchaus einen Hang zu technischem Spielzeug haben, war mir ja klar. Aber das jetzt? Da bin ich doch etwas skeptisch!

Die Firma Garmin hat ein neues Spielzeug für Geocacher herausgbracht: Das Chirp. Als ich den Namen hörte, dachte ich zunächst an einen GPS Empfänger, der twittern kann, aber nein! Diese kleine Plastikdose namens Chirp ist kaum größer als ein Geldstück und es kann sich mit dem GPS Gerät des Geocachers unterhalten – natürlich nur, wenn es von Garmin kommt! Es können kleine Hints wie etwa Koordinaten für die nächste Stufe eines Multicache hinterlegt werden. Zusätzlich zählt das Chirp mit. Der Owner kann sich immer wieder bei seinem Chirp einloggen und nachsehen, wie viele Cacher bereits mit dem Chirp verbunden waren.

Das hört sich alles ganz nett an, wenn der Preis für ein Chirp nur nicht bei 25€ liegen würde. Auch wenn das Teil passwortgeschützt ist, gehe ich doch ganz stark davon aus, das so ein Exemplar gaanz schnell mal aus einem Cache verschwindet. Außerdem fände ich es ziemlich übel, wenn sich so eine proprietäre Technik dursetzen würde. Dann kämen bei vielen Caches nur noch Leute mit Garmin Geräten zum Ziel. Aber vielleicht legt Garmin ja auch mal das Protokoll offen, so das auch andere es implementieren können….

Es gibt wirklich nur einen Einsatzzweck für ein Chirp, der mir momentan als Sinnvoll erscheint: als Hilfe zum Finden von Caches in Räumen – z.B Lost Places. Dort eröffnen sich dann neue Möglichkeiten.

Ich bin mal gespannt, wann mich der erste Chirp aus einer Dose anchirpt!