Gerade mal ein gutes Jahr ist es her, das ich mir ein neues Smartphone gegönnt habe – das Samsung Galaxy S. Eigentlich ein tolles Handy, aber es hat auch Schattenseiten. Nahezu dunkel sieht es beim GPS aus. Die Werte springen nur so um mehrere 10 Meter hin und her. So machte ich mich bei einem Wherigo im Stadtpark schon sehr zum Affen: Ich lief ständig hin und her, nur um in den Bereich zu kommen, in dem einem dann die Frage gestellt wird. Es war unmöglich.
Der ganze iPhone 5 Wahn der letzten Tage hat mich dann wieder ins Grübeln über ein anderes Smartphone gebracht. Sogar das Gerät mit dem Apfel lag schon ein paar Tage als Vorbestellung im Warenkorb. Der Preis hat mich dann doch sehr abgeschreckt. Ich bin jetzt wieder bei derselben Firma gelandet, es ist ein Galaxy S3 geworden.
Natürlich musste ich sofort abends nach dem Auspacken das GPS aktivieren, und es gab gleich die erste Überraschung. Ich hatte Empfang, und das mitten im Schlafzimmer! 8 Satelliten! Mein Garmin Dakota 20 sieht erst welche direkt am Fenster.
Nun war klar, das ich am nächstem Tag – einem Sonnabend – raus zum Cachen musste. Ich habe mir einen Wherigo auf dem Ohlsdorfer Friedhof ausgesucht. Ich wurde nicht enttäuscht: Unter den großen alten Kiefern lag die Genauigkeit bei 8 Metern – mehr schafft mein Garmin da auch nicht. So konnte ich zielgerichtet und ohne Probleme die Koordinaten für die einzelnen Fragen anfahren, ohne ein einziges Problem beim GPS Empfang. Zu verdanken ist das wohl dem gleichzeitigen Empfang der amerikanischen GPS Satelliten und der russischen GLONASS Satelliten. Das einzigste Problem stellte jedoch die App WhereYouGo dar – die ist prompt 6 mal bei der Tour abgestürzt. Zum Glück speichert sie offenbar recht zuverlässig den letzten Stand, so dass ich nicht zu vorhergehenden Stationen zurück musste.
Eine weitere Neuheit an diesem Tag waren für mich die Munzees. Zwei davon konnte ich nebenher auch noch loggen.
Auf der Tour habe ich noch ein paar Fotos gemacht, mit denen ich auch sehr zufrieden bin. Im Vergleich zum Galaxy S ist wesentlich mehr Struktur in den Fotos sichtbar und auch das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen hält sich in brauchbarem Rahmen. Klar, es ist kein Nokia PureView, aber für sehr gute Schnappschüsse ist sie durchaus geeignet. Endlich vernünftige Fotos nebenbei!
Heute habe ich noch kurz einen “echten” Geocache gejagt. Als das Handy “0m” anzeigte, war ich gerade mal 2m vom Cache entfernt. Als Genauigkeit wurde mir 4m angegeben und die Kompassnadel der Geocaching-App hat mich geradlinig zum Ziel gebracht.
Ich bin SEHR zufrieden. Auch in Zukunft werde ich sicherlich immer noch hauptsächlich ein “richtiges” GPS zum Cachen benutzen. Das Riesen-Handy GalaxyS3 wirkt schon recht zerbrechlich (es hat ja inzwischen auch Gorilla-Glas, ein Sturz auf die falsche Kante, und das Display wäre hin…), und der Akku hält beim Dauercachen sicher auch nur sehr kurz. Aber für Wherigos und Munzees – und wenn ich das GPS mal nicht dabei habe – habe ich jetzt endlich ein perfektes Smartphone am Start!
Der Akkuverbrauch ist im Übrigen gegenüber dem Galaxy S auch besser geworden. Heute morgen um 6 Uhr stöpselte ich das Handy vom Ladekabel ab. Datenverbindung und GPS waren aktiv, Monitor auf halber Helligkeit. Ich habe ca 10 Mal auf der Arbeit emails gecheckt, kurz getwittert und 2 Mails geschrieben, 2 mal telefoniert, 3 Stunden Musik gehört, 10 Fotos geschossen und abends dann knapp eine Stunde gecacht und Munzees gesucht. Um 20:00 Uhr hatte das Handy einen Entladestand von 45%.